Es ist nicht so, dass wir etwar gekränkt wären, ob dieses Affonts. Vielmehr ist wahr: sind wir zutiefst verbittert, fühlen uns mißachtet, getreten, gedehmütigt, gemobbt. Da werden die Intellektuellen Europas eingeladen nach Salzburg und wir wurden nicht einmal mit einer lieblosen Anfrage bedacht. Natürlich hätten wir brüskiert abgelehnt. Salzburg schon gar nicht. Doch das jetzt, einfach eine Impertinenz.

 
Eine, die mit Recht keiner der geladenen Expertengruppen zugehörig scheint, hat dieser Tage alle Hände voll zu tun. Also macht sie gar nichts. Als "starr vor Schreck" wird sie, zumindest zur Zeit, von der Kultursprecherin der größeren Oppositionspartei wahrgenommen. Ob es sich dabei um eine der berüchtigten Nachdenkpausen dieser Regierung handelt, konnte leider nicht befriedigend geklärt werden. So stehen Gehrer, Seipl & Co. jetzt mit einer "b'soffenen G'schicht" da. Dem dreisten Dieb der Salera, vom charmanten aber niederträchtigen Volk längst zum Medienstar gekürt, ist eigentlich nur anzulasten, dass er Eigentum der Steuerzahler paar Jähr'chen ausgeborgt hatte. Nicht geborgt, sondern einfach eingesackt hat sich unsere Nation gleich nach dem Krieg ein paar läppische Bildchen eines unbedeutenden Malers der Jahrhundertwende.
 
Die Verhandlungen über die Rückerstattung an die Erben versuchte die zweite Republik geduldig auszusitzen. Die Fakten: 1938 hat man die Bilder eingezogen, 1946 wurde das Nichtigkeitsgesetz und in dessen Folge die Rückstellungsgesetze erlassen und schon 1998 wurde es in Kraft gesetzt, 1999 sprach sich der Kunstrückgabebeirat gegen eine Restitution der Klimt-Gemälde aus, die Erbin Maria Altmann klagte, bekam 2006 auch endgültig Recht und hat sie der Republik zum Kauf angeboten. Doch Fr. Gehrer hat für solch einen Krempl einfach kein Geld, schließlich hat sie schon alles für 25 pices ausgegeben.
 
Auch im Ortstafelstreit bedauert ein einschlägig bekannter Kärntner Landeshaupmann ein bestehendes Recht mangels Zuständigkeit nicht umsetzen zu können. Die in diesem Zusammenhang eifrig gespendeten Wortmeldungen taugen bestenfalls als Beitrag zum Villacher Fasching und überhaupt bemerken wir, dass wir uns schon längst wieder im Wahlkampf befinden. Und da kann der Satiriker bekanntlich nur staunen und zusehen und demütig von den Experten lernen.





Ein wunderschönes (chinesisches) Hundejahr wünscht

Euer B.