Noch liegt der Schnee reichlich im Land und kaum einer ahnt, dass es schon längst spät geworden ist. Die Pläne für dieses Jahr sollten schon die Schublade verlassen haben und die Strategien zur fachgerechten Umsetzung sind geschmiedet, die Allianzen geklärt, ein kurzes Ausatmen — es kann los gehen!
 
Die Vogelgrippe, wir berichteten, hat nun auch endlich Österreich erreicht. Diesmal wird vernünftiger Weise trotz zweier eindeutig fest- gestellter Fälle von Vogelgrippe des gefährlichen Typs H5N1 keine generelle Stallpflicht erlassen, was von der Oppostition natürlich sofort
scharf kritisiert wird. “Man dürfe nicht auf Kosten der Sicherheit dem Druck einer Lobby nachgeben.” so der Tenor der Grünen. Macht die Regierung selten einmal etwas richtig ist uns das auch nicht recht, gell! Also lokal begrenzte und angepasste Maßnahmen. Brav!
 
An der Heimatfront gibt es schließlich ganz andere Dinge zu verteidigen. Der beliebteste Landeshaupmann von allen, hat's ja bekanntlich mit seinen Taferln. Nur sind diese im Laufe der Jahre mit schrumpfender Bedeutung der eigenen Person immer größer geworden. Ein Problemfall zweifelsohne, doch ganz Kärnten steht solidarisch bei Fuß. Einen ähnlichen Fall von imperialem Wahn finden wir bei unseren südlichen Nachbarn. Der Unterschied, die Italiener haben eine klare doch weniger begeisterte Meinung von ihrem Häuptling. Daher sind wir für eine EU-weite Regelung, die alle Parteien zufriedenstellen dürfte: “Warum nicht endlich Kärnten gegen Südtirol eintauschen?” — die Vorteile liegen auf der Hand: unseren Chauvinismus zu den Chauvinisten, die braven Tiroler, dorthin wo man sie versteht und flächenmäßig geht sich das auch in etwa aus. Wenn wir uns noch ein wenig weiter umschauen, finden wir sicher auch noch den einen oder anderen Wahnsinnigen, den wir in dieser landschaftlich schönen Gegend ansiedeln können. Seinesgleichen hat Kärnten immer gerne aufgenommen. Manche tun eben alles um nur ja nicht in medialer Nichtexistenz zu verschwinden. Die Hoffnung, dass sich diese Absuditäten mit Ende des Faschings auflösen haben wir aufgegeben, denn jetzt ist Olympia und dann Wahlkampf, dazwischen ein bisserl Präsidentschaft. Es ist nicht mehr auszuhalten.

Die einzig angemessene mediale Reaktion auf diesen ganzen Irrsinn stammt, wie so oft, vom Kollegen Pammesberger (Kurier) den wir hier gerne wieder und wieder zitieren.
 
 
Warum dann nicht gleich etwas sinnvolles mit seinem Leben anfangen. Ein schmales Buch schreiben, vielleicht eine innovative Managementtheorie entwerfen, die “Ballon Methode” zum Beispiel. So ein Unterfangen braucht naturgemäß so ihre eigenen Grundsätze, nicht zu viele, schließlich muss sie Smalltalk geeignet sein, eine magische Primzahl soll es auch noch sein, also sieben:
 
1) “Ohne viel heiße Luft geht einmal gar nichts.

     Ein Zuviel an Sacharbeit ist hinderlich, denn

2) “Nur wer sich entlastet kann aufsteigen.

     Lenkend einzugreifen kostet Kraft und Mühe, das führt direkt zu

3) “Lass dich treiben wohin der Wind dich bringt.

     denn wozu hast du denn deine Bodentruppen. Von nun an geht es
     solange steil nach oben, solange du

4) “genug Mitarbeiter zum feuern hast”  oder dir

5) “die Luft dort oben zu dünn wird.

6) “Der Abstieg erfolgt sanft und harmonisch

     denn du hast sicher ein Beratungsteam am Boden, das dich gern

7) “dort abholt, wo du gerade bist.
     und dich heil zum nächsten Startplatz bringt.