Gerade aus der Depression eines über alle Maßen enttäuschenden August entkommen finden wir uns mitten im schönen Herbst wieder und werden kurz, aber penetrant mit vorwahlmäßigem Säbelgerassel belästigt. Dies soll uns hier jedoch nicht mehr Aufmerksamkeit abverlangen, als dem Ereignis 1. Oktober eigentlich zusteht und doch, ein Aspekt hat sogar uns zwischen all den unappetitlichen Peinlichkeiten stark berührt:
Falschmeldung
Der Hoja? — ein echtes Original — hat sich vor lauter Begeisterung reinlegen lassen und ist so ganz plötzlich zur Lachnummer mutiert. Man kann sich ja nicht um jede Kleinigkeit selber kümmern und die Personaldecke der Partei ist nun mal “oblatendünnes Eis” (Zitat: Sarah Kuttner, in anderem Zusam- menhang). Die Sache ist gelaufen, die werden nie mehr an einem Gipfelgespräch teilnehmen können, ohne das sich wer zerkugelt.
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Aus dem Bayerischen Freistaat schwappt zu uns der neudeutsche Begriff “Gammelfleisch” rüber. Dabei hätten's nur die Wies'n der'warten müssen und die Lager hätten sich geleert. Aufgeflogen ist das nur, weil so ein sündiger Unternehmer schnell noch hat beichten müssen, bevor der Papst kommt und jetzt hamma den Salat. Das der erwähnte Unternehmer vor einigen Tagen dann dennoch ohne Sakramente vor seinen Schöpfer getreten ist, ist der weniger komische Aspekt dieser peinsamen Geschichte. Qualität und “Geiz ist geil” passen nun einmal nicht. Und doch: Wenn wir uns vor Augen führen, was wir so täglich in uns hineinfuttern, dann ist es nur der “Verdrängung” zuzuschreiben nicht magersüchtig zu werden.
Doch auch sonst gibt es keinen Grund auf allfällige Wahlprogaganda abzufahren. Die Zuschrift von ”BZÖ weekly” empfinden wir allerdings als Belästigung, wenn wir zwei gleiche Exemplare weekly zugestellt bekommen, eines für Wien (Liste 5) und eines für NÖ (Liste 6). Da kotzt sich sogar unser Rundordner an. Stattsessen, wenn uns einer wirklich eine Freude machen will, es gibt herrliche Postillen im Geschenkabo: “Die Stadlpost” würde unser Herz rühren und unseren Zynismus, zumidest zeitweilig ein wenig mildern.
(c) Krone


Somit bleibt nur noch zu vermelden, dass die leidige Nachfolge im letzten Kaiserhaus der Welt mit der Geburt des Knaben “HisaHito” an Schärfe verloren hat und einer gewissen Prinzessin eine lang- anhaltende depressive Phase ersparen wird. Japan hat seinen (männlichen) Tronfolger und somit ist die Welt wieder einmal im Lot und all diese emenzipierten XXX sollen Apfelkuchen backen geh'n, wie die deutsche ARD-Talkerin “Eva Herrmann” und ihr US-Amerikanisches Original “Linda Hirshman” (beide Namen enden auf Mann) uns unison ins neofeudale Gesellschaftshorn blasen.
LG euer B.