Statistisch gesehen wechselt jeder Österreicher alle 14 Monate sein Handy und gerät damit unvermittelt in Schwierigkeiten, die er nicht hätte, wäre er nicht so verspielt technisch. Auch uns hat es wieder erwischt. Die Verlockungen des Anbieters mit einem subventionierten UMTS-Prunkstück haben wir mit zwei Tage Lebenszeit bezahlt. Die Schwierigkeiten der User mit der Technik gefährden immer mehr den Geschäftserfolg von Providern aus den verschiedenen Bereichen wie Internet oder Mobilfunk, berichtet uns pressetext.at. Danach scheitern 23 Prozent der britischen User etwa einmal pro Woche daran, zu einer gewünschten Zeit ins Internet zu gehen oder einen Anruf über das Mobiltelefon vorzunehmen. Doch wer blöd dran ist, will nicht auch noch blöd dastehen. — Die Dunkelziffer ist enorm.
(c) simyon.deDie Lösung kommt aus dem Labor des deutschen Discounters simyo (Weil einfach einfach einfach ist). Die haben nämlich aus dem Pantoffeltierchen das berühmte Einfachheits-Gen extrahiert und auf ihrer SIM-Karte implementiert. Was dabei entsteht, ist außer einem wirklich fiesen Nepp, ein sehenswerter Werbeclip. Wenn du Breitband hast: guckst du! Wenn du nur ein Modem hast, guckst du auch, aber erst, wenn du deine Telefonrechnung kriegst.
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Ganz ohne Genmanipulation ausgekommen ist die, mit 1. Juli in Kraft getretene Fusion von Gendarmarie und Polizei in Österreich. Die einfache Struktur soll Verwaltungskosten sparen und öde, graue Uniformen durch schickes Outfit ersetzen. Da jede Reform erst einmal Geld kostet, wurde zeitgleich der Punkteführerschein eingeführt um die Kosten langfristig abzufedern. Erschwert wird diese neue Struktur durch den Umstand, dass Polizisten — einem verbreiteten Volkswitz zufolge — gegenüber dem Pantoffeltierchen mit einer zusätzlichen Hirnzelle im Nachteil sind. Doch auch sonst schreiten die Reformen dieser Regierung munter fort. In den folgenden Monaten werden wir mit der e-card beglückt, die unseren Krankenstand so überaus einfach werden lässt. Mit Einfachheits-Gen selbstversändlich.
 
International schlagen wir uns hingegen mit den psycho-sozialen Auswirkungen der Globalisierung herum. Sogar die Führungsetagen der heimischen Unternehmen können sich globalen Trends und Moden nicht mehr so leicht entziehen. Hier eine Auswahl:
 
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Schwierig, so ein Sprung aus dem Mittelalter in die Moderne. Aber wir sind sicher, dass amerikanische Politikerinnen mit Waffengewalt ...
(c9 Die PresseDas zumindest hat unser H.C. Strache noch nicht mitgekriegt, sonst wäre sein eher karges Wahlprogramm um einen Aspekt reicher. Er liest halt keine "Presse"
 
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Rekorde sind, noch vor schlechten Nachrichten, das was Mann/Frau am liebsten in ihren Zeitungen lesen. Im Norden Thailands ist Fischern ein riesiger Fisch ins Netz gegangen. Der 293 Kilo schwere Mekong-Wels ist das größte bisher gefangene Exemplar seiner Art, die seit 1983 unter Artenschutz steht. Allen Aufforderungen von eifrigen Tierschützern zum Trotz wurde der fast zwei Meter lange Fisch in einem großen Festessen verspeist. — Einfach ein kluges Volk, diese Thai.