Was unser einem heutzutage alles aufgetischt wird. — Eine Zumutung! Alle paar Wochen mal ein Sparpaket, denn die Post bringt allen was, dann eine Krot schlucken, eine Einschränkung hinnehmen und an vielen neuen Orten überwacht, dokumentiert und gespeichert werden. Das auf Grund eines Sparpaketes die Daten nicht ausgewertet werden, ist eine andere Sache. Man hat sich ja bemüht, doch qualifiziertes Personal ist teuer und Planposten gibt es schon seit Jahren nicht mehr. Es lebe der natürliche Abgang.
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Eingespart wird Nahrungsqualität, nicht Quantität, naturgemäß. Der Geiz schmeckt geil, ist nahrhaft und hierzulande sogar rezeptfrei.
(c) B. Knaus
 
Und so finanzieren sich wohl auch die maroden Gebietskrankenkassen, indem sie gesundheitliche Bedenken ungeniert lukrativem product placement opfern. Im September und Oktober gibt's unter Vorlage einer schicken grünen e-card Rabatt auf das Big-Mac Menü. Sie sparen 1 €, welch ein Segen.
 
(c) B Knaus
Noni Frucht
Die Gegenbewegung der neuen Gesundheit traktiert bewußte Esser mit Nachhaltigkeit. Schließlich lässt sich der Ungenuß jedes Lebensmittel durch strategischen Einsatz von Zusatzstoffen mildern, so obskur diese auch sein mögen. Der Devise folgend, dass gegen alles ein Kraut synthetisiert werden kann, erhalten Legionen von Produktentwicklern ihren Job. In einer globalisierten Gesellschaft wird eine jede irgendwo lokal förderliche Substanz aus ihrem Kulturkontext gerissen und anderenorts als neues Heil- oder Suchtmittel gepriesen.
geklaut
Übrigens: Ars Electronica 2005
 
(c) DerStandardÜber die Konsequenzen schweigt sich die Nature-Studie allerdings aus.
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Gezielt genau das richtige Neuron operativ zu extrahieren gilt sogar unter den Topchirurgen als wenig erfolgversprechend. Aber auch der Versuch sich dieses durch reichlich Alkohol einfach wegzusaufen, ist diese Woche bei einem nahen Verwandten gescheitert.
 
Übrigens hat den guten Manne erst kürzlich der Blitz der Erkenntnis gestreift. In der Diskussion um die Folgen des Hurrikans "Katrina" und der unrühmlichen Rolle der US Regierung in dieser Sache hat er zum ersten Mal bemerkt, dass es in den USA arme Leute gibt. Wie denn auch, es hat ihm ja niemand gesagt. Und er selbst hat sich aus seinen Parties, Colleges, Club und Limousinen auch noch nie freiwillig und unbewacht auf die Straße gewagt. Es besteht also ein wenig Hoffnung, denn die Wege des Herrn sind unergründlich.